Vom Schwimmer verbiegen

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Plexi

Vom Schwimmer verbiegen

Beitragvon Plexi » 04.09.2012, 07:30

ein kumpel hat ne Hexagon 150/175ccm
er hatte diesen in vertrauensvolle hände gegeben zur reperatur.
da der vergaser immer übergelaufen ist, wurde ihm ein benzinhahn eingebaut.
als spritschlucker hat dieses teil ne zeitlang funktioniert.
llaaa la al aaaa ich wurde ja nie gefragt !!
dann halt dochmal.
noch vor meinem urlaub hab ich mich mal der sache angenommen und
schnell festgestellt dass die schwimmernadel nicht mehr dicht macht.
also musste der einen besorgen. aber konnte nimmer einbauen.
hat ein anderer gemacht. einer seiner besten freunde ( ein mechaniker )
schlussendlich wieder bei mir gelandet. wieder der saft aus dem luftfilter getropft.
aufgemacht..... der schwimmer - ein originalteil um ca. 30° verbogen.
was manche bei sich denken weis ich nicht. wieder zurückgebogen ..
manuel gecheckt... ventil ist dicht. probefahrt ... alles top.
gestern steht er wieder da... die kiste spinnt.. ! wie es so ist. beim zahnarzt hat man
plötzlich keine schmerzen mehr. eine längere probefahrt.. plötzlich bei 120 abgestorben.
vergaserschieber runter.. benzinschlauch reingehalten.. geht nicht..
durch einen spalt geguggt.. zündkerzenstecker unten. die feder im stecker ausgenoddelt
und der gummi hielt nimmer.
ähmä sorry... warum verbieget man ein originalteil ? dazu noch eines welches
seit vielen jahren funktioniert hat ??
fg Plexi

Otello 2000

Re: Vom Schwimmer verbiegen

Beitragvon Otello 2000 » 04.09.2012, 11:00

Das mit der Schwimmernadel haben ja auch viele Otellos, ich hatte auch das Problem. Ich habe dann auch eine neue Schwimmernadel eingebaut ohne was zu verbiegen aber wirklich genutzt hat es nichts. Das messen mit einer Schieblehre sagte immer das der Schwimmer stimmen würde. Ich habe mir dann eine richtige Schwimmerlehre geliehen und siehe da der Schwimmerstand stimmte nicht. Ich habe erst garnicht mit rumbiegen experimentiert, sondern direkt einen neuen Schwimmer eingebaut hatte noch einen neuen Vergaser hier liegen den ich mal für 50,- Euro ersteigert und es klappte ab da Prima. Ich habe beide Schwimmer mal gewogen, der alte war 2 gr. schwerer. Ich hatte dann auch wieder die alte Nadel eingebaut, selbst die war dann wieder dicht. Beim nächsten mal werde ich aber auch den Schwimmer verbiegen aber keine 30°, denn wenn zu wenig reinkommt läuft der Otello auch beschissen, weil er dann zu wenig Sprit bekommt. Auch Originalteile gehen irgendwann kaputt, selbst wenn sie einen Tag vorher noch funktioniert haben. Allerdings macht sich das bei der Schwimmernadel schon vorher leicht bemerkbar.
Das seltsame ist ja nur das dieses Problem nur bei sehr warmen Wetter Tagsüber auftritt, im Herbst und Winter ist es mit den selben Bauteilen nicht vorhanden.

Plexi

Re: Vom Schwimmer verbiegen

Beitragvon Plexi » 04.09.2012, 12:06

jener welcher den schwimmer verbogen hat, kenne ich ja!
hatte als ich noch 22 war mit ihm mehrere jahre kein wort mehr gesprochen.
hatte einer frau bremsbeläge auf dem auto gewechselt. paar tage danach hatte ich das auto
zum überpüfen .. weil die bremsen schlecht waren. hat dieser sack gebrauchte abgenuzte
klötze reingebastelt und neupreis verlangt!! da kenne ich keinen spass!
er hat den den düsennadelhalter am schwimmer so verbogen, dass diese gar nicht mehr schließen konnte.
ja und jener welcher keine ahnung hat, fährt und fährt und wundert sich über seinen hohen spritverbrauch!!
fg Plexi

Otello 2000

Re: Vom Schwimmer verbiegen

Beitragvon Otello 2000 » 04.09.2012, 13:41

Ich warte jetzt bis mein neuer alter Roller die 1. Macken bekommt. Die vorderen Bremsklötze machen ab und zu seltsame Geräusche sind wohl schon etwas zu alt, 12 Jahre, sind immer noch die 1. drin die wechsel ich diese Woche noch. Ansonsten bin ich froh das ich nicht mehr so viel schrauben muß.

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Re: Vom Schwimmer verbiegen

Beitragvon Cooler Humanist » 04.09.2012, 17:27

Hallo Plexi, da war ja ein Murkser am Werk. Solche Typen gibt es so wie es schlechtes Wetter gibt. Und zum Schwimmer, Bernhard hat recht, wenn es mit der Schieblehre ginge dann brauchte man kein teueres Messwerkzeug dafür. Ich nehme sogar einen Zollstock nur für die erste Einstellung. Dann am Benzinablass ein transperenter Schlauch und nach oben gebogen, ein Stück Benzinschlauch und eine Plastikflasche mit Benzin gefüllt und dann leichten Druck auf die Flasche. Nun sehe ich wie weit der Benzinstand steigt. Bei meinem Vergase 5 mm unter dem Strich. Die ganze Aktion bei ausgebauten Vergaser in etwa dem Winkel eingespannt wie er eingebaut sitzt. Hat bis jetzt prima geklappt, Roller geht gut und Verbrauch stimmt. Korrekturen an den Schwimmerteilen, mit zwei guten Spitzzangen und sehr behutsam. Am besten wäre immer ein neuer voreingestellter Schwimmer. Wenn er lieferbar ist. Bei meinem Otello leider nicht. Die andere Sache ist, normalerweise verstellt sich an den Teilen nichts. Ein Schwimmerventil kann mit der Zeit undicht werden, dann muss man es erneuern. Wenn es das original ist müsste alles wieder passern ohne irgendwo herumzubiegen.


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