"Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

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Bevrider

"Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Bevrider » 17.04.2012, 15:20

Meine Schwägerin, Besitzerin des Lappens Klasse 1, Erbin eines Heinkel Tourist, hat sich endlich mal dazu durch gerungen, das Gerät nicht weiter verrotten, sondern wieder in Stand setzen zu lassen.
Einen Schrauber hätte sie für die Arbeiten, aber, und diese Frage stellte sie nun mir:

Wo bekomme ich Ersatzteile?

Weiss jemand von euch eine Bezugsquelle?

Manfred

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Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon History » 17.04.2012, 15:29

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Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Bevrider » 17.04.2012, 15:38

Im web gesucht hatte ich gerade auch, den Heinkel-shop auch gesehen.

aber für die anderen: Danke

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Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Cooler Humanist » 17.04.2012, 18:01

Hallo Bevrider, da gibt es Zeitschriften wie die "Markt" und die etwas billgere "Oldtimerpraxis". Hier inserieren viele Teilehändler aller Marken, Heinkel bestimmt auch. Du kannst es auch einmal auf den Internetseiten dieser Zeitschriften versuchen.

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Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Cooler Humanist » 17.04.2012, 18:29

Meinen letzten Tourist habe ich so etwa 1968 repariert. Ich lernte damals noch. Der Heinkel hat 4 Gang Handschaltung und zwei Schaltzüge. Diese richtig abzulängen und die Lötnippel, Schraubnippel hielten nicht lange, richtig hinzubekommen war schon eine Kunst für sich. Eine noch größere die Schaltung richtig einzustellen. Zum Glück waren das Einzelfälle, die Roller- und Motoradzeit war damals erst einmal vorbei, es gab nur noch einzelne. Und wenn ich jetzt schreibe das wir auf unserem Abstellplatz die schönsten Roller und Motoräder hatten welche der Schrotthändler geholt hat. Der hatte einen großen Berg von diesen auf seinem Hof liegen. Aber so war das damals, niemand wollte mehr mit einem größeren Zweirad fahren. Die waren alle auf das Auto umgestiegen selbst die welche den alten Führerschein Klasse 4 hatten. Die fuhren Goggomobil oder Heinkelroller mit 150 ccm. Was der Heinkel unseren neuen Rollern voraus hatte, ein Ersatzrad hinten auf dem Gepäckträger, auszuwechseln wie bei einem Auto mit 4 Schrauben. Wer an so einem alten Fahrzeug erfolgreich reparieren will muss etwas von der Materie verstehen sonst gibt es Schiffbruch.

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Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Bevrider » 18.04.2012, 12:08

Das glaube ich dir gerne, mit der notwendigen Ahnung von dem Teil.
Und nein, ich habe diese Ahnung nicht, und werde nicht daran herum schrauben.
Manfred

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Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Cooler Humanist » 18.04.2012, 18:58

Die einfachen Arbeiten sind an diesen alten Fahrzeugen kein Problem, man konnte und musste früher als Fahrer vieles selbst machen. Nur manche und spezielle Arbeiten verlangen spezielle Kenntnisse und auch mal Spezialwerkzeug. Wenn man etwas beschädigt weil man Gewalt angewendet hat um etwas zu zerlegen, der Ersatz ist teuer oder fast nicht mehr zu bekommen. Das habe ich mit Schiffbruch gemeint. Früher wenn wir etwas vermurkst hatten, es lagen genug Spenderfahrzeuge herum. So müsste es heute auch noch sein, überall liegen Otellos herum die keiner mehr fahren will. Man baut sich einfach etwas aus und muss es nicht teuer kaufen. Schöner Traum. Gruß auch von einem Manfred.

Bevrider

Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Bevrider » 19.04.2012, 14:04

Schon klar, Luft aufpumpen und so, das kann ich schon.
Aber mit dem "kaputt reparieren", das kenne ich auch. Habe damals an meiner CX 500 die Befestigungsschraube für den Steuerkettenspanner überdreht. Alu- Motorblock. Immerhin, das Schneiden eines neuen Gewindes ist damals gelungen.
Aber ich hasse "Fuckelarbeiten" wie z.B. einstellen der Gangschaltung, wie du es oben beschrieben hast.

Dazu mal eine Frage zu den Schraubnippeln: wäre es nicht möglich gewesen, die Züge mit den Schraubnippeln abzulängen, und dann die Nippel mit einem Lötpunkt zu arretieren?

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Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Cooler Humanist » 19.04.2012, 18:21

Bei jedem Zug ist ja ein Nippel schon dran. Der zweite Nippel, es gibt alle Sorten zum schrauben und löten. Bei Bremszügen ist löten bindend vorgeschrieben. Bei Gas- und Kupplungszügen sind Schraubnippel verwendet worden. Wie jetzt beim Heinkel mit seinen zwei Zügen, je einer zum hinauf und hinunter schalten werden die Nippel stark belastet. Das sind kleine runde Nippel mit winzigen Klemmschrauben die man nur mit einem kleinen Schraubenzieher fest ziehen kann. Das halten die auf Dauer nicht. Ein verlöteter Nippel hält, da reißt eher der Zug.

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Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Cooler Humanist » 19.04.2012, 18:30

Die Löttechnik ist so, der Nippel hat am Zugausgang eine Art kleinen Trichter. Der austretende Zug wird aufgedrillt, weich verlötet und dann abgeschliffen. Man könnte mit Schraubnippel nicht ablängen weil der Zug nach dem Nippel abgekneift werden muss weil er sich sonst nicht im Schaltgriff einhängen lässt. Würde man dann aber verlöten wollen ist zu wenig Zug zum aufdrillen da. Wir haben das früher so praktiziert auch bei Bremszügen, wenn es nicht hingehauen hat so wurde noch einmal ein Nippel eingelötet. Manchmal war auch der Zug dahin, da hat man noch einmal von vorne angefangen. Das waren die Arbeiten die man nicht so gerne gemacht hat aber musste, die Mehrzahl der Zweiradfahrer hat reparieren lassen, selbst selten gebastelt.

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Re: "Hilferuf": Heinkel- Ersatzteile

Beitragvon Bevrider » 20.04.2012, 15:19

Ah ja, das verdeutlicht die Problematik.


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